Soweit mir bewusst war, stellte Jessicas Sammlung keinen großen finanziellen Wert dar, obwohl das Picknickset relativ teuer gewesen war.
Eine lebendige Erinnerung.
An einem späten Nachmittag war sie mit einem braunen, stoffbespannten Koffer und ungewöhnlich schuldbewusstem Gesicht nach Hause gekommen. Sie habe etwas gesehen, als sie an dem Second-Hand-Shop weiter oben in der Straße vorbeigekommen sei, erklärte sie mir, noch bevor sie ihre Jacke auszog, und sie habe sich spontan entschlossen, es zu kaufen, weil sie so eine Gelegenheit vermutlich nie wieder bekommen würde, ganz bestimmt nicht in einem solchen Zustand, und sie hoffe, ich würde sie nicht für komplett verrückt erklären, weil sie achtzig Pfund dafür ausgegeben habe, aber das würde ich auch bestimmt nicht, wenn ich es erst gesehen hätte, so bezaubernd sei es, und schau doch, sie würde es einfach aufmachen, da sei es, ich solle bitte nicht wütend sein, sie habe einfach nicht anders gekonnt, und wir, das hieß sie, könnten doch alle möglichen Dinge einsparen, um die Ausgabe wieder wettzumachen, und wie fände ich es?
Ungeachtet der negativeren Manifestationen eines solchen plötzlichen Wahnsinns hat es etwas unwiderstehlich Pikantes, wenn ein Ehepartner von seinen lebenslangen Gewohnheiten abweicht und dann um Verzeihung dafür bittet. Jessica war nie verschwenderisch mit Geld umgegangen, schon gar nicht für sich selbst, auch nicht auf der Jagd nach ihrem „Müll“, und ich fand es eigentümlich charmant, dass sie sich diesmal dazu hatte hinreißen lassen. Außerdem blieb mir gar nichts anderes übrig, als ihr von ganzem Herzen zuzustimmen. Das Picknickset war exquisit.
Ich musste meinen Blick von der Ecke abwenden, in der diese Dinge immer noch sorgfältig aufgebaut standen. Sie hatte sie so sehr geliebt. Komm zu mir zurück, Jessica. Komm nur zurück, hör auf mit diesem blöden Gesterbe, und du darfst das ganze Haus mit deinem Müll füllen, du darfst jeden Penny, den wir haben, für Sachen ausgeben, die dir Freude machen. Ich würde alles geben für nur noch eine Woche voller ganz gewöhnlicher Tage mit dir, mein Liebling.
Angelas Brief.
Ich las ihn noch einmal durch, diesmal sorgfältiger. Warum war ich mit diesen Blättern ausgerechnet ins Wohnzimmer gegangen? Weil sie ein unerwartetes, offenes Fragezeichen in meinem Leben aufwarfen? Etwas, das mit Jessica zu tun hatte? Ja. Etwas, das mit Jessica zu tun hatte und noch nicht verarbeitet und erledigt war. Etwas, das Jessica mir zukommen lassen wollte. Etwas, das mir noch nicht gegeben worden war. Es war, als käme ich in die Hitze, nachdem ich eingefroren war. Winzige Tentakeln der Wärme krochen fast schmerzhaft durch die kalten Adern meines Verlustes. Es gab noch etwas zu tun. Noch etwas zu leben. Dies war das Zimmer, wo etwas Derartiges passenderweise geschehen oder zumindest beginnen konnte.
Ich musste lächeln, als ich den ersten Teil des Briefes zum dritten Mal las. Es war äußerst unwahrscheinlich, dass irgendjemand, der Angela so wie ich im Alter von sechzehn oder siebzehn kennen gelernt hatte, sie je wieder vergessen würde. Jenes „trottelige“ Lächeln war in der Lage gewesen, jedes männliche Wesen in Sichtweite in eine geleeartige Masse einfältiger Verehrung zu verwandeln. Die Wattzahl war unglaublich. Mit ihrem natürlich honigblonden Haar, ihren elektrisierend blauen Augen und ihrem breiten, üppigen Mund hatte Angela diesen sehr attraktiven, leicht angeschlagenen Zug um ihre hohen Wangenknochen, mit dem manche Mädchen gesegnet sind. Dazu kam, dass sie schon mit sechzehn eine Figur wie aus einem köstlichen Traum hatte - jedenfalls war sie in so manchem meiner Träume vorgekommen. Sie war schön, stark, immer freundlich und teilnahmsvoll, und sie strahlte etwas aus, was schwächlichen Jünglingen wie mir die Knie weich werden ließ. Ich hatte sie als selbstbewusst und kompetent in Erinnerung, nicht als herrschsüchtig. Alles in allem jedoch war die Mischung ihrer Eigenschaften für die meisten Jungs in ihrem Alter, auch für mich, viel zu furchteinflößend gewesen. Jedenfalls, so sehr ich Angela mit diversen bedeutenden Teilen meines jugendlichen Wesens schätzte, war ich bis über beide Ohren verliebt in ihre beste Freundin Jessica, ein schönes, dunkles Juwel von einem Mädchen, das schon bald nach unserer ersten Begegnung die ganze Aufmerksamkeit meiner Gedanken wie auch meines Körpers einnahm.
Ich blickte von der Briefseite auf und starrte hinaus über den Rasen vor meinem Haus. In der Ferne, gerade noch sichtbar über den dicht geschlossenen Reihen der Bungalows, die sich vom Fuß des sanften Hanges, der dreißig Meter von meinem Gartentor entfernt begann, in drei verschiedene Richtungen erstreckten, sah ich die Kuppen der Hügel, auf denen Jessica und ich so gerne gewandert waren. Es erschien mir unwahrscheinlich, dass ich je wieder dort unterwegs sein würde. Warum sollte ich? Wie könnte ich Freude daran haben? Ich würde doch nur die ganze Zeit nach ihr suchen, so wie ich in der Woche nach ihrem Tod nach ihr gesucht hatte.
Aber jetzt dieser Brief von Angela …
Ich musste irgendwo anders hin, um darüber nachzudenken. Aber wohin? Ich traf eine Entscheidung. Ich faltete den Brief zusammen, legte ihn zurück in den Umschlag und steckte ihn in meine Hosentasche. Dann ging ich in die Küche, schnappte mir den Schlüssel zur Gartenhütte vom Haken und ging durch die Hintertür hinaus. Es dauerte ein paar Minuten, bis ich mein Fahrrad aus dem Gartengerümpel in der Hütte ausgegraben hatte. Ich hatte seit Monaten nicht mehr darauf gesessen. Eine schnelle Überprüfung: Reifen okay. Bremsen okay.
Augenblicke später radelte ich auf den Mini-Verkehrskreisel am Ende unserer Straße zu. Ich wusste genau, wo ich jetzt hinmusste.
Der Morgen nach dem Tag, als Jessica starb, war warm und trüb gewesen, der schiefergraue Himmel voller schwerer Regenwolken. Ich hatte mein Haus verlassen und war in den Wagen gestiegen, benommen vor Schock und Schlafmangel, um zielsicher, wenn auch ohne jeden bewussten Plan, in Richtung Grafton House zu fahren, eines etwa drei Meilen entfernten, großen christlichen Tagungszentrums.
Grafton House stand, uralt und von Efeu überwuchert, mitten in der Landschaft am Ende einer langen, verschlungenen, von Bäumen gesäumten Straße. Da man sich auf solche geistlichen Dienste wie das Austreiben von Dämonen und die Heilung negativer Erinnerungen spezialisierte, wurde diese Einrichtung von vielen Leuten, die in der Umgebung wohnten, mit großem Argwohn beäugt. Manche von ihnen, hauptsächlich solche, die nie selbst dort gewesen waren, sahen in dem alten Herrensitz eine Variante von Schloss Dracula oder vielleicht auch Bates' Motel. Kirchenferne Ortsansässige, die durch meine gelegentlichen Auftritte im Radio oder im Fernsehen eine ungefähre Vorstellung davon hatten, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiente, horchten mich gelegentlich bei einem Glas Bier darüber aus, was genau dort eigentlich vor sich ging. Da ich jemand war, der in der Gegend herumreiste und den Leuten etwas über das Christentum erzählte, hielten sie es für selbstverständlich, dass ich über die Philosophie dieses Zentrums einigermaßen Bescheid wusste und dass ich, da ich selbst Christ war, vermutlich eine gewisse Sympathie für die seltsamen Methoden hegen musste, die dort offenbar angewendet wurden. Mir waren solche Gespräche unangenehm. Sicherlich glaubte ich daran, dass dämonische Besessenheit eine Realität war, der man vernünftig und angemessen begegnen musste, doch ich war mir auch sicher, dass einseitiger Fanatismus in der christlichen Gemeinde ebenso schädlich war wie allgemein in jedem anderen Bereich des säkularen oder geistlichen Lebens.Ich kannte Leute, denen ihre Besuche in Grafton House eine große Hilfe gewesen waren. Ich kannte auch andere, die so weit gebracht wurden, dass sie Dämonen unter dem Bett, im Schornstein und im Briefschlitz zu sehen begannen, überall, wo sie doch eigentlich nur eine tiefere Gewissheit brauchten, dass Gott sie liebte. Meist begegnete ich diesen Befragungen damit, dass ich murmelte, ich sei sicher, die Leute dort meinten es gut, und wir müssten aufpassen, nicht etwas herunterzumachen, bevor wir genug darüber wüssten, um ein vernünftiges Urteil zu fällen. Dann wechselte ich so schnell wie möglich das Thema. Nicht sehr beeindruckend. Aber Tatsache war nun einmal, dass ich so gut wie nichts über das Innenleben dieses Hauses wusste. Wissen Sie, ich war noch nie wegen des Dienstes dort gewesen. Bisher war ich nur wegen des Sees gekommen.
Der See lag in einer Waldlichtung hinter dem Zentrum. Vor langer Zeit, als das große Anwesen noch in Privatbesitz gewesen war, musste dieses Gewässer der Stolz und die Freude seines Besitzers gewesen sein. Offensichtlich künstlich angelegt, wahrscheinlich in der viktorianischen Zeit erbaut, hatte der See die Form einer Acht, wobei einer der Kreise anderthalbmal so groß war wie der andere. Ein drei Meter breiter Kanal schwang an einer Seite in einem Halbkreis heraus und ließ so eine Insel entstehen, die man als gewöhnlicher Sterblicher nur über eine verfallene Holzbrücke erreichen konnte, die dringend reparaturbedürftig war. Diese etwa halbmondförmige Insel war ganz und gar von Rhododendren und Azaleen überwuchert; ein herrlicher Anblick, wenn ihre rosafarbenen, weißen und purpurnen Blüten in voller Pracht standen, doch nach Jahren der Vernachlässigung ungepflegt, verschossen und verfilzt. Weidenbäume säumten die Ufer des Sees und beugten sich demütig und in anmutigem Erstaunen, um ihre eigenen Spiegelbilder und gelegentlich auch einen der Schwärme von Riesenkarpfen zu grüßen, die sich träge nahe dem Ufer unter der Wasserfläche tummelten, geborgen in dem Wissen, dass das Fischen in diesem Gewässer seit Menschengedenken untersagt war.
Jessica und ich liebten diesen Ort. Wir verstanden nie, warum man diesen idyllischen kleinen Winkel des Geländes so achtlos verfallen und verwildern ließ. Der See war nicht gerade riesig; wenn man flott marschierte, konnte man ihn in zwanzig Minuten umrunden. Doch als einziges Zugeständnis, um ihn zugänglicher zu machen, hatte man einen schmalen Pfad grob durch das dichte Unterholz und das hohe Gras rings ums Ufer geschlagen, sodass man den See im Frühjahr und Sommer komplett umrunden konnte. Drei schmiedeeiserne Bänke, bei denen der Rost die Farbe abblättern ließ, boten Gelegenheit sich zu setzen und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen, eine an jedem Ende der Acht und eine (unsere Lieblingsbank) am Rande der Insel, vor dem Haus verborgen durch eine Rhododendronhecke und mit dem Blick hinaus auf den breitesten Teil des Sees. Vielleicht rentierte sich die Dämonenaustreibung nicht so besonders oder vielleicht stand die Arbeit an dem See und seiner Umgebung sehr niedrig auf der Liste kostspieliger Prioritäten der Leute, die das Zentrum betrieben, oder vielleicht mochten sie ihren See ja auch einfach so, wie er war. Was immer der Grund war, es kümmerte sich niemand darum, um es milde auszudrücken.
An dem Tag, nachdem Jessica gestorben war, war ich froh gewesen, dass die Gegend rund um den See so ungepflegt und rau war. Das passte zu dem Durcheinander in meiner Seele. Ich überquerte die gefährliche kleine Brücke, ohne mich groß darum zu scheren, ob sie einstürzte oder nicht, setzte mich auf die alte eiserne Bank und versuchte die Tatsache in den Kopf zu bekommen, dass sie nicht mehr da war.
Ich glaube, es war das Verstummen ihrer Stimme, das für mich am schwersten zu glauben war. Schwer zu glauben, verstehen Sie, nicht nur schwer zu akzeptieren. Es war noch schwerer als zu glauben, dass ihr Körper aufgehört hatte, eine warme, lebendige Person zu sein, und zu einer kalten, unbelebten Sache geworden war. Um Himmels willen, wie konnte eine solche Kraft der Absicht, besonders in Bezug auf mich, so vollkommen erlöschen? Wie konnte sie so abrupt enden? Wie konnte meine geliebte Jessica, wenn sie überhaupt noch auf irgendeiner Ebene existierte und wenn sie auch nur die entfernteste, dunkelste Möglichkeit hatte, mit mir zu kommunizieren, es versäumen, auf den Klang meiner Stimme zu reagieren, wenn ich sie brauchte? Vergiss die Theologie. Vergiss alles, was du je über den Tod gelernt oder gelehrt oder gepredigt hast. Hier zählte nur der gesunde Menschenverstand. Ich konnte nicht aufhören, der zu sein, der ich war. Sie konnte nicht aufhören, die zu sein, die sie war. Wir konnten niemals etwas anderes sein als wir. In jenem Moment fehlte mir jeder Glaube an die Endgültigkeit des Todes, aber das hatte nichts mit der Hoffnung auf den Himmel zu tun. Es hatte mit der Gewöhnung an das Leben zu tun. Ich beugte mich vor, die Ellbogen auf die Knie gestützt, die Hände miteinander verschränkt, und sprach flüsternd durch meine zusammengebissenen Zähne mit Jessica, als wäre ich ein Spion, der einem in den Büschen versteckten Kontaktmann Geheimnisse weitergibt.
„Jess, wo bist du? Kannst du mich hören? Hör zu, ich möchte nur, dass du für einen Moment hier bei mir bist - das ist alles. Bitte, ich kann es nicht aushalten. Komm zu mir, damit ich weiß, dass alles in Ordnung ist. Bitte, Jess. Nur für eine oder zwei Minuten. Bitte … “
Stille. Warum antwortete sie mir nicht?
Der See und die ganze Umgebung wirkten alt und müde. Die Wasseroberfläche war still, aber es war keine heitere Stille; es hatte etwas Trostloses. Es war dumpf. Ohnmächtig. Enttäuscht. Dieser Ort war ebenso ein Hinterbliebener wie ich. Menschen wenden Zeit und Mühe auf, um Dinge zu bauen und zu entwickeln. Sie sehen frisch, gepflegt und schön aus. Die Jahre vergehen. Niemand kümmert sich mehr darum. Wege werden überwuchert, Tiefen setzen sich zu und werden seicht, Holz verfault und wird zu einer Gefahr, wenn man darübergehen oder sich darauf stützen muss. Mit den Menschen ist es genauso. Generation für Generation bauen Männer und Frauen etwas Gutes, Starkes, Lohnendes zusammen, nur damit es ihnen entrissen wird, wenn das Monster Tod kommt und den Garten der winzigen Dinge, die sie erreicht haben, zertrampelt und sich die besten Früchte herauspickt wie ein gieriges Kind. Generation für Generation. Was hatte das alles für einen Sinn? Mir kam eine Strophe aus einem Gedicht in den Sinn, das ich einmal gelesen hatte:
Ich nahm meine Tochter mit in den Park
Sie rannte ganz schnell zum Karussell
Das Karussell im Kreis sich drehte
Doch es fuhr leider nirgendwohin
Es drehte und drehte und drehte und drehte
Es drehte und drehte und drehte.
Vielleicht war es an der Zeit, Gott an einen Präzedenzfall zu erinnern. Ich setzte mich auf, legte meine Arme über die Rückenlehne und schlug meine Beine übereinander.
„Du hast doch auch C.S. Lewis kommen und mit J.B. Phillips sprechen lassen, nachdem er gestorben war, oder? Ganz plötzlich ist er aufgetaucht, sah kerngesund aus und redete vernünftig. Hast du das getan? Ich glaube, du hast es getan. Du kannst es tun. Vater, lass mich Jessica sehen. Lass mich meine Jessica sehen. Bitte tu das für mich. Ich tue ja auch alles Mögliche für dich.“
Meine Stimme brach ein wenig, als ich weitersprach.
„Bitte tu diese eine Kleinigkeit für mich. Sie braucht nicht einmal mit mir zu reden. Es würde mir schon reichen, nur einen Blick auf sie zu erhaschen, wie sie dort hinter den Bäumen auf der anderen Seite des Sees entlanggeht. Nur ein ganz kurzer Blick, mehr will ich gar nicht. Vielleicht könnte sie nach ein paar Frühblumen suchen, um sie für dich zu pflücken. Dann könnte sie aufblicken und lächeln, wenn sie mich sieht, und dann weitergehen und verschwinden. Das würde mir schon reichen. Vater, bitte lass mich sie nur noch einmal lächeln sehen. Gib mir keinen Stein, wenn ich dich um etwas Gutes zu essen bitte. Nur noch ein einziges Mal. Bitte … “
Tränen stiegen mir in die Augen, als ich diesen Unsinn aus meinem eigenen Mund kommen hörte. Ich bildete mir ein, ich könnte die Worte, die ich gesprochen hatte, wie flache Steine über die Oberfläche des Sees hüpfen sehen. Sie hatten nicht genug Schwung, um die andere Seite zu erreichen, und versanken unwiederbringlich vor meinen Augen. Trotz der Tränen hätte ich beinahe laut aufgelacht. Was ritt mich denn da, dass ich Gott nahe legte, er solle bitte schön so dankbar sein, mich für all die wunderbaren Dienste zu belohnen, die ich ihm erwies? Nun ja, diese Verwirrung durch die Trauer würde irgendwann vorübergehen, und dann …
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