Oliver taumelte aus dem Portal. Hazel stieß mit ihm zusammen. Einen Moment später kam auch Ralph an und raste in sie hinein.
„Au!“, stöhnten sie, als sie auf einem Haufen dalagen.
„Alles okay?“, rief Oliver, der sich um das Wohlbefinden seiner Freunde sorgte.
Hazel nickte und rieb sich den Ellbogen, den Ralph gerammt hat. „Ja. Aber wo sind wir?“
Sie sah sich um. Ralph rieb sich mittlerweile den Bauch – die Stelle, die Hazels Ellbogen getroffen hatte.
„Hey!“, sagte er mit großen Augen. „Hier waren wir doch schonmal!“
Verwirrt runzelte Oliver die Stirn und besah sich die Gebäude. Sie waren alle drei oder vier Stockwerke hoch, standen dicht aneinander und hatten flache Fassaden und passende Dächer in der Farbe gebrannter Umbra. Das Kuppeldach einer Kathedrale ragte hinter den Gebäuden hervor und überschattete alles mit seiner dominierenden Ausstrahlung. Ralph hatte recht. Der Ort kam ihm bekannt vor.
Oliver rang nach Luft, als ihm klar wurde, wo sie waren.
„Wir sind wieder in Florenz.“
Hazels Augen wurden groß. „Florenz? Das muss ein Fehler sein. Denkst du, Professor Amethyst hat uns aus Versehen durch Leonardo da Vincis Portal geschickt?“
Oliver schüttelte den Kopf. „Ich glaube nicht. Da Vincis Portale waren rot. Professor Amethysts sind lila.“
„Vielleicht sind wir hier, weil Leonardo uns erneut helfen kann?“, schlug Ralph vor. „Vielleicht weiß er, wo das Feuerzepter ist? Oder er kann wieder die Zeit für uns anhalten, damit wir es finden können?“
Doch als Oliver sich umsah, bemerkte er etwas. „Nein. Es gibt viel mehr Gebäude als bei unserem letzten Besuch. Es ist zwar derselbe Ort, aber eine andere Zeit. Wir sind nicht hier, um uns von Leonardo helfen zu lassen. Wir sind hier, um jemand anderen zu finden.“
Aus irgendeinem Grund fühlte es sich sogar noch seltsamer an, an einem Ort zu sein, den sie zuvor schon einmal besucht hatten. Erst vor Stunden waren sie gemeinsam mit Leonardo da Vinci auf diesen Straßen gegangen, um ihre Mission zu erfüllen. Jetzt befanden sie sich auf denselben Straßen, aber Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte, später. Es war verrückt.
„Es ist nicht allzu viel Zeit vergangen“, sagte Hazel und kratzte sich am Kinn. „Es gibt mehr Gebäude, aber es handelt sich um denselben architektonischen Stil. Ich denke nicht, dass wir mehr als hundert Jahre nach unserem letzten Besuch gelandet sind. Welche anderen außergewöhnlichen Italiener gibt es, zu denen Professor Amethyst uns geschickt haben könnte?“
„Naja, neben da Vinci und Michelangelo“, begann Oliver, „gibt es natürlich noch…“
Aber er konnte seinen Satz nicht vollenden, da genau in dem Moment jemand um die Ecke gerannt kam und mit ihm zusammenprallte.
„Tut mir leid!“, rief der junge Mann.
Oliver richtete sich auf und strich seine Kleidung glatt. „Alles gut. Keine Sorge.“
Hazel keuchte. „Oliver, du sprichst italienisch!“
„Tatsächlich?“, fragte Oliver.
Doch der junge Mann unterbrach ihn.
„Ich bin spät dran für meinen Unterricht in der Accademia delle Arti del Disegno“, sagte er. „Es ist der Unterricht von Professor Galileo.“ Dann eilte er weiter.
Oliver drehte sich zu seinen Freunden um. „Hat der Mann italienisch gesprochen?“
Sie nickten beide.
„Ja!“, rief Ralph. „Genau wie du!“
Oliver schüttelte den Kopf. „Aber ich verstehe nicht. Wie ist das möglich?“
Dann erinnerte er sich. Lucia Moretti, die Lehrerin, die er bei seinem letzten Abenteuer kennenlernen durfte, hatte einige ihrer Fähigkeiten auf Oliver übertragen. Vielleicht war auch die italienische Sprache darunter?
„Warte“, sagte Oliver plötzlich. „Er meinte, er sei auf dem Weg zu seiner Vorlesung bei Galileo.“
Hazels Augen traten hervor. „Natürlich. Galileo ist ein Florentiner, der nach da Vinci lebte. Wir müssen uns im Italien des sechzehnten Jahrhunderts befinden.“
„Wir sollten ihm folgen“, sagte Ralph.
Oliver nickte zustimmend und sie rannten dem Mann hinterher.
„Wir sind also in der griechischen Antike“, sagte Walter. „Und was nun?“
Esther sah sich um und hob erneut die Hand vor die Augen, um sich vor dem hellen Sonnenlicht zu schützen. „Wir sollten in Richtung Stadt gehen“, sagte sie.
Die Jungs stimmten ihr zu und sie machten sich auf den Weg. Dabei folgten sie den Rillen, die der Streitwagen im Boden hinterlassen hatte.
Die Stadt bestand aus vielen interessanten Gebäuden. Tempel aus riesigen Steinblöcken. Gigantische kreisförmige Freiluft-Theater, in denen dramatische Stücke aufgeführt wurden. Lärm und Geschrei schallten aus dem naheliegenden Stadion. Sie sahen eine Burg mit großen Säulen und einem wuchtigen Zugbrückentor, das bestimmt fünfzehn Meter hoch war. Sie passierten ein großes, quadratisches Gebilde, das aus mehreren Säulen und einem Dach bestand. Esther fand, dass es wie ein Palast aussah. Die Griechen waren für ihren architektonischen Stil berühmt und es war ziemlich beeindruckend, all das mit eigenen Augen sehen zu dürfen.
Sie erreichten einen kleinen, aber geschäftigen Markt, an dessen Holzständen man Lebensmittel wie frische Orangen und Olivenöl kaufen konnte. Stoffe hingen zwischen den Ständen und boten den nötigen Schatten.
„Das ist ziemlich fantastisch“, kommentierte Simon.
„Vielleicht“, sagte Walter. „Aber die Ortsansässigen sehen nicht so freundlich aus.“
Esther sah sich um. Walter hatte recht. Sie wurden vorsichtig und aufmerksam von den Einheimischen beobachtet.
Sie schauderte und das Gefühl drohender Gefahr ließ ihre Haare zu Berge stehen.
„Wir müssen andere Kleidung finden, damit wir uns optisch angleichen können“, sagte sie, als ihr plötzlich einfiel, dass sie noch immer ihren Krankenhauskittel trug, der hinten offen war.
„Wie sollen wir das anstellen?“, forderte Simon und stemmte die Hände in die Seiten. „Wir haben kein Geld, um uns Kleidung zu kaufen.“
Esther kaute nachdenklich auf der Lippe herum. Er hatte recht, Geld hatten sie keines. Aber sie konnten sicherlich nicht weiterhin so rumlaufen. Walter trug neben seinen weißen Turnschuhen ein T-Shirt mit leuchtenden Farben, das mit einer Comicfigur der 80er Jahre bedruckt war. Simon war in eine braune Tweed-Weste und einer passenden Anzughose gekleidet. Und Esther trug ihr dünnes, puderblaues Krankenhaushemd. Sie waren alles andere als unauffällig. Aber Stehlen war falsch und das wusste sie. Es musste also einen anderen Weg geben.
„Seht mal, hier drüben“, sagte sie und zeigte auf einen Müllhaufen.
Zusammen besahen sie sich den Berg. Er schien aus zerbrochenem Geschirr, verdorbenem Essen, toten Pflanzen, Ästen und anderen Verwachsungen zu bestehen. Aber am wichtigsten war, dass sie außerdem zerlumpte Kleidung, Stoffe, Togen und Sandalen fanden. Obwohl es sich dabei offensichtlich um sehr schmutzige und abgenutzte Kleidung handelte, so war es doch wesentlich besser als das, was sie im Moment am Leib trugen.
„Bingo!“, rief Esther.
Simon sah unzufrieden aus. „Erwartest du wirklich, dass ich mich durch einen Müllhaufen wühle?“
Esther verschränkte die Arme vor der Brust. „Hast du eine bessere Idee?“
Simon wirkte ratlos. Er zog die Nase hoch und ging langsam auf den Müllberg zu. Behutsam schob er ein Teil nach dem anderen beiseite. Walter dagegen hatte keine Hemmungen und kramte in Rekordzeit eine Toga und ein Paar Ledersandalen heraus. Er zog sich um und grinste breit.
„Wie scharf sehe ich bitte aus?“, sagte er grinsend und stemmte die Hände in die Hüften. „Man muss natürlich die Flecken ignorieren.“
Auch Esther zog sich ihre Toga über. „Vielleicht ein bisschen groß“, sagte sie und betrachtete den breiten Streifen Stoff, der sie nun bedeckte. „Um ehrlich zu sein war mein Krankenhauskittel auch nichts anderes! Aber es gefällt mir, mehr oder weniger.“
Die Toga war alles in allem doch wesentlich besser als das stinkige Krankenhauskleid und sie wusste, dass sie damit weniger auffallen würde und sich besser integrieren konnte.
Nun kam auch Simon hinter dem Berg hervor. Er sah noch immer durchweg unzufrieden aus. Er hatte lediglich ein kleines Stück Stoff gefunden, das er wie einen Rock um seine Taille gewickelt hatte. Um seinen Oberkörper hatte er ein Seil geschlungen; wie ein Gürtel wandte es sich um seine rechte Schulter und dann diagonal um seinen Körper herum.
Walter lachte laut auf. Und sogar Esther, die normalerweise immer relativ ernst war, musste ein Kichern zurückhalten.
Simon schmollte. „Ich werde einen furchtbaren Sonnenbrand bekommen. Wir suchen uns besser einen Schattenplatz. Und zwar schnell.“
Aber Esther knirschte entschlossen mit den Zähnen. Sie war nicht in der Stimmung, Simons Beschwerden über Sonnenbrand zuzuhören.
„Wir haben einen Auftrag“, erinnerte sie ihn. „Einen sehr wichtigen. Wir müssen die Schule für Seher retten. Die Mission ist so wichtig, dass Professor Amethyst uns in zwei Gruppen aufgeteilt hat.“ Sie spürte, wie sich in ihrer Kehle ein Klumpen bildete, als sie an Oliver dachte und die Tatsache, dass er sich irgendwo im Universum befand – an einem anderen Ort und einer anderen Zeit. „Also hör auf, dich zu beschweren.“
Simon seufzte. „Ja, du hast vermutlich recht. Die Mission ist viel wichtiger als mein dämlicher Look und die Tatsache, dass meine extrem helle Haut furchtbar leicht verbrennt und ich dann wie ein Hummer aussehen werde. Ein nackter Hummer.“
„Danke“, antwortete Esther, die sich dafür entschieden hatte, seinen sarkastischen Ton zu ignorieren. „Also, die Mission muss beginnen. Lasst uns das Feuerzepter finden und die Schule für Seher retten.“
Edmund lag weinend in einem kleinen, dunklen Zimmer. Nichts war so gelaufen, wie er es sich vorgestellt hatte. Er hatte Esther wehgetan, war von Madame Obsidian ausgenutzt worden und würde nun nie wieder in die Schule für Seher zurückkehren können. Wenn Professor Amethyst je herausfand, was er getan hatte, würde er ihn mit Sicherheit verstoßen.
Plötzlich klopfte es an der Tür. Edmund setzte sich auf und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. „Ja?“
Die Tür öffnete sich. Ein rothaariges Mädchen streckte den Kopf hinein. „Madame Obsidian hat nach dir gefragt.“
Edmund wurde schwer ums Herz. Es gab keinen Ausweg. Nachdem er die Schule betrogen hatte, war er von einem gewalttätigen Beben geweckt worden. Dann war Madame Obsidian erschienen und hatte ihm einen Platz in ihrer Schule angeboten. Ihm war nichts anderes übriggeblieben, als anzunehmen.
Er stand auf, sein Körper schwer wie Blei, und folgte dem rothaarigen Mädchen aus dem Zimmer.
„Ich bin übrigens Madeleine“, sagte sie, als sie ihn durch die dunklen Korridore führte.
Aber Edmund war zu niedergeschlagen, um ihr zu antworten.
„Du wirst dich daran gewöhnen“, meinte sie aufmunternd. „Es ist eine tolle Schule.“
„Sicher“, murmelte er, aber er wusste, dass dem nicht so sein würde.
Madame Obsidians Schule für Seher war ein furchtbarer Ort. Während seine alte Schule hell und modern gewesen war, handelte es sich hierbei um eine schäbige, alte Burg. Es war kalt. Es roch feucht. Er war erst seit einer Nacht hier und hasste es bereits.
Madeleine hielt an einer großen Holztür und klopfte mit ihren Fingerknöcheln an.
„Herein“, rief eine Stimme im Inneren.
Edmund erkannte sie sofort. Madame Obsidian. Die Frau, die ihn ausgetrickst hatte, seine Liebe, Esther, zu betrügen.
Madeleine öffnete die Tür und winkte Edmund zu, ihr zu folgen.
Im Inneren des Raumes befand sich eine Art Büro. Es gab einen großen Tisch mit vielen Stühlen; auf jedem einzelnen saß ein Obsidian-Schüler. Am Ende thronte Madame Obsidian.
Edmund sah sich die Schüler im Raum an. Ein sehr merkwürdig aussehender Junge mit schwarzem Haar und knochigem Gesicht war so blass war, dass er einem Totenkopf ähnelte. Seine Augen dagegen waren so leuchtend blau wie er es noch nie gesehen hatte. Neben ihm saß ein großes Mädchen mit dunklem Augenmakeup. Sie hatte die Arme verschränkt und strahlte große Boshaftigkeit aus. Neben ihr saß ein rundlicher Junge mit dunklem Haar und vollkommen schwarzen Augen. Sein Blick war auf die Tischplatte gerichtet. Er sah aus, als wäre ihm erst kürzlich etwas Traumatisches passiert.
Madeleine, das rothaarige Mädchen, setzte sich auf den einzigen freien Stuhl neben dem hinterhältig dreinblickenden Jungen, während Edmund alleine stehen blieb.
„Das ist Edmund“, kündigte Madame Obsidian an und lächelte kühl. „Mein Insiderinformant. Mein Spion der Extraklasse.“
Edmund spürte ein Rütteln tief in seiner Magengegend. Wie konnte sie es wagen, so zu tun, als wäre er ein Teil ihres Plans gewesen. Als hätte sie ihn nicht ausgetrickst, ihr zu helfen.
„Ich dachte, es sei vielleicht gut, wenn du den anderen selbst erklärst, was in der Schule für Seher vorgefallen ist“, fuhr die Schulleiterin fort. „Da du ja ein so entscheidender Teil der Mission warst.“
Edmund knirschte mit den Zähnen. Er schauderte, als er an das Beben in der Schule dachte. Wie die Wände begonnen hatten, in sich zusammen zu fallen. Wie die Äste des Kapok-Baums zerbrochen und die Verbindungsgänge zu Boden gekracht waren. Wie seine Lehrer und Klassenkameraden – und seine Freunde – durch die Notausgänge hatten flüchten müssen.
„Die Schule wurde evakuiert“, murmelte er und ließ schamvoll den Kopf hängen.
„Und warum wurde sie evakuiert?“, forschte Madame Obsidian nach.
Sie genoss die Situation offensichtlich. Edmund begann, Gefühle des Hasses ihr gegenüber zu entwickeln, wie er sie nicht einmal für Oliver, seinen Rivalen, empfunden hatte.
„Weil sie in sich zusammengefallen ist“, fuhr er fort. Die Verbitterung, die er fühlte, war auch in seiner Stimme zu vernehmen.
Die Obsidian-Schüler im Zimmer begannen zu applaudieren. Sie schienen begeistert zu sein und flüsterten aufgeregt miteinander. Edmund fühlte sich immer schlechter und beschämter.
Madame Obsidian dagegen sah vollkommen zufrieden aus. „Amethysts Schule für Seher steht vor dem Ruin“, kündigte sie an und gestikulierte wie wild mit den Händen. „Jetzt ist also der perfekte Zeitpunkt gekommen um ein Angriffskommando loszuschicken.“
Edmund keuchte auf. „Nein. Bitte, tun Sie das nicht! Was gibt es dort denn noch zu holen? Haben Sie nicht bereits alles bekommen, was Sie wollten?“
Madame Obsidian schnaufte verächtlich. „Edmund, Edmund, Edmund. Mein lieber, dummer Junge. Die Schule für Seher enthält einige der wichtigsten Artefakte der Menschheit. Professor Amethyst hat so viele Schriftrollen und Texte, so viele Archive, hinter Schloss und Riegel aufbewahrt, wie kein anderer. Er sitzt auf so viel Wissen. Er hält sich selbst für eine Art Pförtner und glaubt, dass nur ihm selbst und einer kleinen Anzahl von Sehern in der Geschichte des Universums, die Geheimnisse der Seher anvertraut werden können. Aber ich glaube an das Teilen von Informationen. Ich möchte das Wissen befreien, das er seit Jahrhunderten für sich behalten hat.“
Edmund sah, wie die Seher-Schüler am Tisch zustimmend nickten. Das war also die Lüge, die Madame Obsidian ihnen eingetrichtert hatte, dachte er. Während sie seine Liebe für Esther ausgenutzt hatte, um ihn unter ihr Kommando zu bringen, hatte sie auch für ihre eigenen Schüler eine Geschichte erfunden. Sie alle hielten Professor Amethyst für einen furchtbaren Mann, der alle Seher-Geheimnisse für sich behält. Aber Edmund kannte die Wahrheit. Er wusste, dass Professor Amethyst der beste Seher des Universums war und eine große Last auf seinen Schultern trug. Sein Herz war rein und sein einziger Wunsch bestand darin, seine Schüler gut zu unterrichten, sodass sie gemeinsam das Universum beschützen konnten.
Edmund wurde langsam klar, dass er den besten Mentor betrogen hatte, den es gab und dass es ein Privileg gewesen war, ihn zu kennen. Die Schule, die er liebte, war verloren. Und es war seine Schuld. Er fühlte sich niedergeschmettert. Hoffnungslos. Einsam.
Madame Obsidians Augen flackerten böswillig. Sie klatschte laut in die Hände. Plötzlich erschien ein wirbelndes Portal am anderen Ende des Raumes.
Ein Windstoß rauschte durch das Buero und Edmund keuchte, als der Wind auf ihn einschlug.
Madame Obsidian stand langsam von ihrem Thron auf und lächelte. Das Licht des Portals glitzerte in ihren Augen.
О проекте
О подписке
Другие проекты