»Oeffnet im Namen des Kaisers!«
Diese laut die Nacht durchhallenden Worte schlugen an das Thor einer einsam unweit des flaminischen Weges gelegenen Villa, welche indeß auf diesen Befehl nicht zu achten schien, sondern sich, gehüllt in die Myrthenbüsche ihres Gartens, mit ihrem rebenumwundenen Säulenportal träumerisch im Mondschein badete. Nochmals tönte unheildrohend das Wort: »Im Namen des Kaisers!« durch die Stille der Nacht, begleitet von dem Gepolter der Thüre, die unter den Stößen mehrerer Lanzenschäfte zitterte. Immer noch herrschte die Stille des Todes hinter den Marmorwänden des Gebäudes, ein leichter Windhauch durchsäuselte die Cypressen, und erst, als der Kiesweg des Gartens unter schweren Tritten erknirschte, blitzte es hinter einem der Fenster hell auf.
Der Besitzer der Villa, der Mime Paris, war, von einem Gelage nach Hause kehrend, kaum erst auf das Lager gesunken, um seinen ermatteten Gliedern, seinem weinerhitzten Gehirn einige Erholung zu gönnen.
Ganz Rom bewunderte diesen schönen Schauspieler, er war der Liebling der Frauen, der Auserkorene der Männer. Der Dichter Martial hatte ihn besungen, der Kaiser Domitian ihn öfter ausgezeichnet, ja man flüsterte sich zu, die Kaiserin Domitia habe sich vor einigen Tagen, als Paris eine Frauenrolle mit dem denkbar höchsten Liebreiz getanzt, derart zur Bewunderung hinreißen lassen daß der Kaiser ihr die Aeußerung: sie fürchte sich vor diesem Manne, vor welchem die Frauen keine Geheimnisse hätten! sehr übel genommen habe.
Paris hatte es sich vor allem angelegen sein lassen, das weibliche Geschlecht zu studiren, und das Mittel, wodurch er seine Zuschauer am unfehlbarsten zu begeistern vermochte, war eben diese, sein Geschlecht vergessen zu machen. Und er wußte dies während des Tanzes mit einer Grazie zu bewerkstelligen, die auf die Männer verblüffend, auf die Frauen, die ihre eigenen Schwächen in seinen Geberden wiedererkannten, im höchsten Maße berauschend wirkte.
Kein Wunder, daß den mit dem Körper eines Hermes ausgestatteten Jüngling schließlich das Uebermaß der Bewunderung zum Wüstling machen wußte, daß kein Morgen verging, der ihn nicht von Wein und Liebe berauscht auf seinem Lager fand.
So finden wir ihn denn auch in dieser Nacht, von wüsten Träumen gefoltert, die Erholung suchen, die er so nöthig brauchte, als ihn jetzt der grelle Schein einer ihm über das Haupt gehaltenen Lampe weckte. Mit einem Ruck saß der Jüngling im Bette aufrecht, den die Lampe haltenden Sklaven, den Knaben Marcus, verwundert anstarrend.
»Ja, gewiß! sogleich!« murmelte er schlaftrunken, mit beschämter Miene, sich an die schmerzende Stirn fassend, dann fuhr er, sich die Augen reibend, lächelnd fort: »Ist es schon so spät? Ich weiß, ich verdiene deinen Tadel,« – als jedoch immer noch keine Antwort erfolgte, besann er sich, sah prüfend ringsum und faßte den Knaben mit dem Ausdruck großer Besorgniß an der Schulter.
»Weckst du mich wegen der Mutter?« frug er hastig, »bedarf sie meiner?«
»Nicht doch, Herr, deine Mutter schläft, soviel ich weiß,« erwiderte der erbleichte Knabe, und unfähig, in seiner Angst ein Wort hervorzubringen, deutete er nach dem Fenster, mit einer so beredten Miene des Entsetzens, daß sein Herr lauschend den Kopf nach dem Fenster wandte.
»Im Namen des Kaisers, öffnet!« tönte es, das nächtliche Echo wachrufend, vom Garten herüber.
Der junge Mann stutzte, als traue er seinen Ohren nicht, aber wiederum hallte der drohende Ruf durch die Nacht und schlug als Echo von dem hinter der Villa aufragenden Hügel zurück.
»O Herr, im Namen des Kaisers!« stieß der Knabe, zitternd die Hände faltend, hervor, indeß sein Herr aus dem Bette sprang und nach dem Fenster taumelte, durch das er zwischen den Büschen des Parks die im Fackelschein wie Irrlichter hin und her blitzenden Helme mehrerer Soldaten gewahrte.
»Gilt das mir?« brummte er vor sich hin, und stieß, nach seinen Kleidern rufend, in der Verwirrung das Kohlenbecken um, wobei er sich, wie man aus seinem Schmerzensruf schließen konnte, an den noch glimmenden Kohlen verbrannte. Als nun der Knabe, das Schlimmste ahnend, zu weinen begann, herrschte ihn Paris, das Gesicht in das Waschbecken tauchend, an, er solle schweigen und öffnen.
»Oeffnen?« frug der Kleine zagend.
»Wie oft soll ich es sagen,« rief Paris zornig, vergeblich bemüht, seine Sandalen umzuschnüren, deren Riemen seinen Fingern entschlüpften. Als der Knabe hinausging, murmelte der junge Tänzer mehrmals halbverständliche Worte vor sich hin und befahl einem mühsam hereinschleichenden alten Sklaven, darauf zu achten, daß seine Mutter von dem ganzen Vorfall nichts erführe.
»Es scheint mir, als wenn der Lärm deine Mutter bereits geweckt habe, liebes Kind,« stammelte der kahlköpfige Rufus, »wenigstens sah ich Licht auf jener Seite der Villa. O übereile dich nicht, Herr,« setzte er dann besorgt hinzu, dem Herrn vorsichtig die Sandalen schnürend und die Lacerna umwerfend. »Hier deine Unterkleider, es ist kühl heute Nacht, daß du dich ja nicht erkältest, Kind – o Zeus! deine Sandalen, – befiehlst du Waschwasser? oder willst du nicht lieber die Toga anlegen? Wer weiß, ob du nicht vor den Kaiser gerufen wirst. O Zeus! welche Noth, welches Unglück!«
Paris saß, mit dem Schlafe ringend, den Kopf vornüber gebeugt, auf dem Stuhle und der redselige Alte, der wie ein Vater um ihn bemüht war, bemerkte erst nach einiger Zeit das Insichversunkensein des Gebieters.
»Aber um Zeus des Allmächtigen willen, liebes Kind,« fuhr der theilnehmende Diener jammernd fort, »was hast du verübt? was soll das bedeuten? In der Nacht aus dem Bette, und du bist doch so beliebt in Rom, was wollen sie von dir? Ich fürchte, ich fürchte, das endet schlimm, der Gunst der Mächtigen ist nicht zu trauen.«
Gerade als er mit der Toga, die er von einem Kleidergestell genommen, herzutrat, entdeckte er die eigenthümliche Lage seines Gebieters. »Aber du fällst herunter, ich glaube du schläfst auf dem Stuhle von neuem ein,« rief er. Paris fuhr gähnend in die Höhe, rieb sich die Augen und murmelte eine Verwünschung vor sich hin, der man anhörte, daß in dem jungen Manne anfing der Künstlerstolz zu erwachen, das Gefühl allʼ jener Stunden, da er auf offner Scene ein tausendköpfiges Publicum hingerissen, das Bewußtsein der Verherrlichung, der Verklärung durch die Menge.
»Bist du fertig?« seufzte er, schlaftrunken murmelnd, indeß sich der Alte zu seinen Sandalen niederbückte; »laß doch das Schnauzen – Schnüren wollte ich sagen, laß nur so, ich bin zum Umsinken müde – das ist eine ganz unleidliche Störung, Rufus!«
»Ach ja, lieber Herr, mehr als unleidlich,« wimmerte der Alte, »fast möchte ichʼs gefährlich nennen, höchst bedenklich, wenn nicht halsbrechend, denke nur, in der Nacht – Schergen – ist es dir hier, hier innen nicht sehr bange, liebes Kind?«
Er schlug sich auf die Brust und sah kläglich zu seinem Gebieter empor, der, sich wieder schwerfällig auf den Stahl werfend, jetzt in trotzig schläfrigem Tone vor sich hin murmelte: »Ich hätte gute Lust, ihnen nicht zu folgen.«
Als der Kahlkopf dies Wort vernommen, starrte er seinen Herrn mit offnem Munde, fast blödsinnig an, und als dieser nun in kindisch weinerlichem Tone, die Fäuste ballend hinzufügte: Nein, ich gehe nicht, das Publicum wird mich schützen, ich appellire an das Publicum,« gerieth der alte Mann, aus seiner anfänglichen Erstarrung erwachend, in die höchste Aufregung.
»Wie sagst du?« stotterte er.
»Warum wage ich es nicht?« fuhr der Schauspieler immer kühner fort, »fehlt es mir etwa an Mut?«
»Wie sagst du?« wiederholte Rufus lauter.
»Was starrst du mich so an?« entgegnete ihm Paris, »hältst du es für möglich? Wird der Kaiser es wagen Gewalt zu brauchen mir gegenüber?«
Paris fühlte sich jetzt auf der Bühne stehn, seine Lebensgeister erwachten; trotzdem war es ihm schwerlich Ernst mit dem Widerstand, den er leisten wollte. Er glaubte nur sich dem berühmten Künstler diese Erhebung über die Schläge des Geschickes schuldig zu sein.
»Bei allen Göttern,« stöhnte der Alte, die Hände über dem Kopfe faltend, »bist du von Sinnen, liebes Herz? Einen Willen haben dem Domitian gegenüber? seinem Befehle nicht folgen? Unglaublich! du ein Schauspieler! ein Tänzer! – das Publicum! ha! ha! ha! das Publicum«– lachte er ingrimmig auf. Paris sah erstaunt dem in nervöse Aufregung Gerathenen inʼs Gesicht.
»Was? du höhnst,« rief er dann mit stolzer selbstbewußter Stimme dazwischen, »wer weiß nicht, daß Paris der Gott der Römer ist!«
Der Alte ward auf einmal ernster, nahm eine devote Miene an und verbeugte sich mit ironischem Lächeln.
»Ein Gott,« sagte er fast mitleidig, »der in jedem Augenblick, z. B. wenn er sich den Fuß vertritt, ausgezischt werden kann.«
»Sei still, alter Spötter,« rief ihm Paris sich erhebend zu und die Stuhllehne erfassend, sagte er mit theatralischem Pathos: »Ich bin in der That geneigt zu prüfen, wen Rom mehr verehrt seinen Kaiser oder seinen Tänzer.«
Paris blieb nach dieser Phrase in tragisch imponirender Stellung, das eine Bein vor das andere gesetzt, stehen; als er aber dem halb mitleidigen, halb sorgenvollen Blicke seines alten Getreuen begegnete, erröthete er unwillkürlich.
»Ich höre Waffen auf der Hausflur,« flüsterte der Diener, »sie kommen.«
Paris blieb in seiner theatralischen Stellung, den einen Arm gehoben, gleichsam als Merkur stehen, wandte aber den Kopf erbleichend nach dem Thürvorhang, der von rauher Hand zurückgeschoben, jetzt das gebräunte schwarzbärtige Gesicht des Centurio Silius hinter seinen Falten auftauchen ließ.
Der Hauptmann, als er den Jüngling in dieser imponirenden Stellung gewahrte, bemäntelte nicht ein verächtliches Lächeln, das um sein, vom Helmband plattgedrücktes Kinn spielte, grüßte flüchtig und forderte dann mit ein paar knappen Worten den Pantomimen auf, ihm zu folgen.
»Wohin.« frug dieser, den die verächtlich herablassende Art des Kriegers ernstlich zu ärgern begann.
»Wohin?« gab der Hauptmann erstaunt zurück, »wer fragt hiernach? Uebrigens, soviel ich weiß, direct vor den Kaiser.«
»In der Nacht? zu einer Zeit, wo Jeder das Recht hat, Störer vor die Thüre zu jagen?« frug der Mime, worauf ihn der Hauptmann, über diese Keckheit sprachlos, ganz geistesabwesend ansah.
»Warum? ich frage, weshalb treibt man mich aus meinem Bett, ich bin müde, ich will Ruhe haben!« stieß Paris hervor. Des Hauptmanns Züge verfinsterten sich, er wollte zornig antworten, beherrschte sich und sagte darauf, indem er den Thürvorhang langsam hob, mit sarkastischem Lachen: »Bei Zeus, du ergötzest mich!« Indem er dies sagte, winkte er zwei Soldaten herbei, die, ihn fragend ansehend, vor dem Vorhang stehen blieben.
»Nehmt ihn in eure Mitte!« befahl er gleichmüthig und wollte gehen. Paris, von seinem Werth durchdrungen, der Held aller Gelage, der Verwöhnte aller Vornehmen, der Liebling der Frauen, der Freund der Kaiserin, Paris verletzte dies kalte Benehmen aufʼs Aeußerste.
»Ich bin Paris,« sagte er stolz, und indem er seinen herrlich gewachsenen Körper graziös emporrichtete, zitterte der Stuhl in seiner Hand. Der Hauptmann, schon fast außerhalb des Zimmers, sah ihn über die Schulter an.
»Ei was! das wußte ich nicht,« sagte der rauhe Krieger: »Du bist Paris – sehr schön – ich bin Silius, der Hauptmann. – Nehmt ihn in eure Mitte!« setzte er mit vornehmer Gleichgültigkeit hinzu.
»Du wirst diese Behandlung bereuen,« stieß Paris heraus, dessen Zorn sich gerade noch genug Respect vor der Waffengewalt beimischte.
»Hüte dich, daß du nichts zu bereuen hast,« warf Silius, die Augenbrauen zusammenziehend hin und wollte gehen, indeß der alte Diener entsetzt seinem Herrn zuwinkte, er möge es nicht zum Aeußersten kommen lassen.
Als die beiden Krieger auf Paris zuschritten, eilte dieser an seinen Putztisch, riß erregt die Lade heraus, kramte erregt unter den Kämmen, Salben, Büchsen und Nadeln und schritt dann, einen glänzenden Gegenstand in der Hand, auf den Centurio zu.
»Kennst du diesen Ring?« frug der Tänzer mit bebender Stimme, »kennst du diesen eingeschnittenen Kopf und diese Buchstaben?«
Der Hauptmann, nachdem er einen Blick auf den Edelstein geworfen, sah den Tänzer einen Moment hindurch verblüfft an, dann nahm sein Gesicht einen fast erschrockenen Ausdruck an, den er jedoch hinter einer ärgerlichen Miene zu verbergen suchte. Er gab den Soldaten einen abwehrenden Wink, und griff unwillkürlich als Zeichen der Ergebenheit an den Helm.
»Das ist ihr Namenszug, das ist die Kaiserin,« murmelte er verlegen, im Gefühl, daß er hier mit einem Einflußreichen zu thun habe, dem er vielleicht zu nahe getreten.
»Ja, das ist sie,« entgegnete Paris befriedigt, – »ein Geschenk der Kaiserin. Ich bin, wie du siehst, ihr Schützling, und nun hoffe ich, du wirst mit mir verkehren, wie es dir ziemt.«
Der Hauptmann war sogleich gänzlich umgewandelt. Völlig durfte er den überlegenen Ton nicht fallen lassen, das erlaubte seine Stellung, seine Würde nicht, aber einen hilfesuchenden Blick auf den Tänzer werfend, bat er alsdann, in einer gewissen finster-höflichen Weise um Entschuldigung, daß er die Nachtruhe eines Römers habe stören müssen. Er gehorche dem Befehl eines Höheren und könne, so leid es ihm thue, diesen Befehl nicht umgehen. Der Kaiser habe, als er in der Nacht aufwachte, plötzlich nach Paris verlangt, mehr wisse er nicht zu sagen; weder ob dem Vorgeforderten Gutes, noch ob ihm Schlimmes drohe, wisse er. Euren Grund pflege Domitian für seine Handlungsweise nie anzugeben, und es sei gefährlich, nach Gründen zu spähen.
»Ich werde folgen,« sagte Paris ruhig, und frug alsdann, da eben eine Zofe eingetreten war, ob es ihm erlaubt sei, noch einmal rasch von seiner Mutter Abschied zu nehmen. Der Hauptmann besann sich. Man habe schon zu lange gezögert, meinte er, gab aber dann die gewünschte Erlaubniß. Auch werde Paris gut thun, seine Toga anzulegen, fügte er hinzu, der Kaiser, wie er wisse, halte darauf, daß man seiner Würde die nöthige Ehrfurcht entgegenbringe.
Paris eilte durch das Peristyl in das Zimmer Juliaʼs, seiner Mutter, die er mit dem Anstand einer Kaiserin aufrecht im Bette sitzen fand, und die ihn, eine Rolle, in der sie gelesen, weglegend, schweigsam empfing, ihre großen Augen halb angstvoll fragend, halb resignirt heiter auf ihn geheftet. Paris, der die größte Ehrerbietung vor dem echt römischen, großangelegten Charakter seiner Mutter empfand, kniete auf das Löwenfell nieder, das vor dem Bette lag, und drückte die immer noch weiche, kaum von Runzeln durchfurchte Hand der majestätischen Frau beklommen an die Lippen. Ihm entging, daß die Ruhe, die sie angenommen, keine natürliche war, und er hätte es lieber gesehen, wenn sie, anstatt sich gleichmüthig von der Zofe die Polster ordnen zu lassen, lebhaftere Bestürzung gezeigt.
»Es ist mir leid, daß dich der Lärm geweckt hat, Mutter,« sagte er leise. »Du bedarfst des Schlafes so nöthig, in deinen Jahren, wo er sich bereits seltner einzustellen pflegt.«
Julia senkte ihr etwas volles, streng geschnittenes Gesicht zu ihm herab, sodaß sich unter ihrem Kinn ein zweites Kinn bildete und ihre stark ausgeprägten Augenbrauen über der gebogenen Nase sich fast berührten.
»Sprich nicht von mir,« entgegnete sie mit tiefer, fast männlicher Stimme, ihre Gemüthsbewegung unterdrückend. Sie vermied es augenscheinlich, näher auf die Gefahren einzugehen, denen ihr Kind möglicherweise heute Nacht ausgesetzt war. Darauf winkte sie der Zofe, sie möge gehen, und betrachtete lange die im Glanz des Candelabers blaß schimmernde Stirn des Sohnes, die jetzt die Röthe der Verlegenheit zu überziehen drohte. Ihr Blick war ruhig, fast kalt, aber im Innersten ihres Auges leuchtete zuweilen eine tiefe Besorgniß auf, als sie die schlanke Hand, den bläulich glänzenden Nacken des Kindes prüfend, sich gestehen mußte, daß sich über diesen jugendfrischen Leib schon jener eigenthümlich krankhafte, verfeinernde Hauch breitete, der dem allzureichlichen Genuß wie ein Gift zu entsteigen pflegt. Diese Wangen, die von verzehrenden Küssen, diese Arme, die von unwürdigen Umarmungen erzählten, dieser ganze vielbewunderte Leib verkündeten die alte Lehre, daß der Mensch nicht geschaffen ist, das Uebermaß der Bewunderung zu ertragen, daß er dem Genuß fast noch früher als den Schmerzen und Anstrengungen erliegt.
Бесплатно
Установите приложение, чтобы читать эту книгу бесплатно
На этой странице вы можете прочитать онлайн книгу «Der Mime», автора Wilhelm Walloth. Данная книга.. Книга «Der Mime» была издана в 2019 году. Приятного чтения!
О проекте
О подписке
Другие проекты